Gegenseitige Beeinflussung der Sprachen in Südtirol
Oct 19
Gerade ist mir ein sehr interessantes Dokument zum Thema Sprachen in Südtirol unter den Mauszeiger gekommen. Unter dem Thema "Lexikalische Interferenzen im Sprachkontakt am Beispiel Südtirol" hat Martina Zambelli eine interessante Untersuchtung veröffentlicht.
Ich muss zugeben, ich habs bis jetzt nur überflogen. (Ich werds irgendwann genau lesen!) Trotzdem möchte ich einige Zitate erwähnen:
So kommt es häufig vor, dass Deutschsprachige, sobald Italienischsprachige anfangen, Hochdeutsch zu sprechen, dazu übergehen, italienisch zu sprechen: für Deutschsprachige ist es in informellen und privaten Situationen angenehmer, eine fremde Sprache zu sprechen, als sich in der deutschen Standardsprache auszudrücken. Das Hochdeutsch wird im alltäglichen Umgang als zu förmlich und abgehoben, wenn nicht gar als gestelzt und somit als Kontakt hemmend empfunden.
Aus meiner persönlichen Erfahrung muss ich sagen, dass dies zu 100% zutrifft.
Interessant ist auch, welche italienischen Wörter am öftesten im Südtiroler Dialekt verwendet werden (aus der Sicht der befragten Südtiroler).
Als erste fallen ihnen die italienischen Schimpf- und Fluchworte ein. Fremde, die nach Südtirol kommen und Einheimischen beim Streiten zuhören, werden bald feststellen können, dass sie recht deftig fluchen können, und zwar auf Italienisch!
Es gibt auch einen kurzen Überblick über die geschichtliche Entwicklung von Südtirols Sprachgruppen im letzten Jahrhundert.
Auf jeden Fall, unbedingt lesenswert. (PDF, 253 KB)
Als Ergänzung zum Beitrog von Christian über die gegenseitige Beeinflussung von Sprachen hon i grod an interessanten Link entdeckt: Nel dialetto trentino si sono mantenute alcune costruzioni tipiche della lingua tedesca. Ad esempio: in dialetto
Tracked: Nov 09, 14:52
Wer schteckt hintr moansch.net?

Ba moansch.net schreibn mehrere Leitlen mit. Wenns genau wissn wöllts wer, donn schaugs amol in Impressum eini. Weiterlesen 
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ich finde kaltern, lana und st pauls haben einen guten klang aber di in muri gries gefalle n mir einfach gut die gr [...]
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I wü kan komentar obgebn. I wü nur wissen was MEIN und GAST auf sütirolerisch hoast. Vü s pass
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Sicher folln a do widor leit d rauf eini, genua tumme gibs... wia oft hearsch im tv dass ir gwelche typm an unwissen [...]
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Aber Stell dir mal vor - die I ntegration von Maps mit noch m ehr Bildern usw. Du machst ja schon so etwas, aber [...]
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Thu, 11.02.2010 14:55
Echt ist aber, dass Google ang efangen hat Geschäfte in den U SA zu fotografieren - InStore View. Wäre sicher auch f [...]
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Derzeit gibt es in meinen Auge n zu viele Entwicklungen in zu kurzer Zeit. Auch ist es mögl ich wie die Gründer von [...]
Wed, 10.02.2010 17:12
Fake!!!! (Ober luschtig onzusc haugn. Danke fürn Link Bine!)
Do mitschreibn
Wer glab, holbwegs verschtondn zu hobn um wos es auf den Blog do geat, isch herzlich einglodn mitzuschreibn. Mir lesn enkere Vorschläge lougisch gonz genau und gebn überhaupt koane Garantie, dass enker Beitrog a veröffentlicht werd:
Wichtig! Des do isch koan Gäschtebuach, koane Jobbörse und koan Forum! ![]()

derFrankie
Friday, October 19. 2007 at 13:25 (Link) (Reply)
nietta
Friday, October 19. 2007 at 14:48 (Link) (Reply)
ich diskutier gerade mit meinem Arbeitskolleg... wie wärs wenn es Südtiroler-Dialekt-Kurse für italienischsprachige Südtiroler geben würde? würden sich dann nicht die Beziehungen verbessern (denn es stimmt nämlich: die deutschsprachigen Südtiroler tun sich mit dem Hochdeutsch schwer und sprechen lieber italienisch mit dem netten Italiener, der sich an die deutsche Sprache versucht...)
Roland
Sunday, October 21. 2007 at 17:13 (Reply)
"Ciao" wird in Deutschland oft beim Verabschieden gesagt. Das norddeutsche "tschüß" ist in Bayern dagegen weitgehend unbeliebt bis teilweise sogar verhaßt.
Was ich allerdings nicht ganz verstehe ist, daß die Italiener in Südtirol anscheinend nur "standarddeutsch"
lernen können und damit in Südtirol nicht deutsch sprechen können. In Bayern leben auch Italiener und Türken in Gegenden wo man Dialekt redet. Viele von ihnen lernen und sprechen problemlos Dialekt und Hochsprache. Das ist hauptsächlich eine Übungssache und man muß es lernen wollen.
Der Vorschlag mit den Südtiroler-Deutsch-Kursen hört sich gar net schlecht an. Wenn die Deutschkurse
von einem deutschsprachigen Südtiroler gehalten werden, dann könnten italienischsprachige Südtiroler auch die regionalen Besonderheiten lernen. Vielleicht würde es auch etwas bringen, wenn im Radio und im Fernsehen südtiroler Dialekt stärker vertreten wäre. Bei Filmen könnte man ja
auch wahlweise einen italienischen Untertitel einblenden und dann müßten sie auch die Möglichkeit
bekommen, deutsch bzw. südtiroler Dialekt reden zu dürfen.
Pfiat Gott,
Roland
nietta
Sunday, October 21. 2007 at 17:41 (Link) (Reply)
italienischsprachige Südtiroler die viel mit deutschsprachigen Südtirolern zu tun haben (welche mit ihnen dann auch Südtirolerisch reden...) lernen den Dialekt auch relativ bald. Das Problem ist, daß die Italiener in Südtirol ihre eigene "Welt" haben, die sich ziemlich deutlich von der deutssprachigen abgrenzt.
Die Italiener, die in Deutschland leben, haben fast keine andere Möglichkeit denn in ihrem Fall ist es sprichwörtlich eine "Immersion"...
Roland
Sunday, October 21. 2007 at 19:27 (Reply)
das mit der "eigenen Welt" verstehe ich
noch nicht so ganz. Freilich wird es Gegenden z.B. in Bozen geben, die überwiegend italienisch sind. Trotzdem wird ein paar km weiter z.B. in Eppan, Pauls ... hauptsächlich deutsch gesprochen. Da wäre es doch schön auch die Sprache der Nachbarn zu können, oder?
Wie ist es dann bei den ladinischen Mitbürgern? Sind da die "Welten" eher überlappend oder noch mehrer getrennt wie bei den italienischsprachigen Südtirolern?
Pfiat di,
Roland
Nietta
Friday, November 9. 2007 at 17:15 (Link) (Reply)
in jenen Dörfern (z.B. Eppan) wo es italienische Schulen gibt, eine italienische Kirche, italienische Vereine usw. da hat sich einfach eine italienische Gemeinschaft gebildet und es ist schon ein bisschen besser als in Bozen aber auch dort kommen die beiden Sprachgruppen wenig im Kontakt...
Von den Ladinern kann ich dir nicht viel sagen, hatte nie viel damit zu tun. Ich glaube daß die meisten Ladiner 3-sprachig sind. Einige tendieren viell. mehr zum Deutschen andere mehr zum Italienischen, aber so als Sprachzugehörigkeit fühlt sich jeder Ladiner einfach als Ladiner und fertig.
Ja, es ist schon ganz schön kompliziert hier bei uns...
Pfiati!
Nietta
Reip
Sunday, November 11. 2007 at 17:46 (Reply)
Nietta
Wednesday, November 14. 2007 at 15:25 (Link) (Reply)
Meinerseits konn i sogn daß i meahr "gwirzerlen" tua wenn i mit "Gwirzer" reid (ums jatz af Matanerisch auszudrückn...
Viele für a bstimpr Zone typischn Dialektwerter weardn heintzutog a nimmr odr leimeahr seltn verwendet. I bin in dem Sinn die ideale Testperson: wenn i a Dialektwort es erschte Mol in mein Leibn hear nor bedeitet sell, daß des Wort normal im Olltogsleibn lei meahr seltn vrwendet weard, magari ob und zua wenn mit dr Oma gredt weard...
Und aus dei Gründe entwicklt sich - do gib i dr Recht - sou wos wia an Einheitsdialekt. Es deitet olls irgndwia in drsell Richtung hin...
I glab mir kennen do nit viel drgeign mochn. Sou tragisch isches nit: sou vrständign mir ins mindigschtns problemlos mit Vinschger, Puschtrer und sogor Gsiaser...
An liabn Gruaß
Nietta
Roland
Tuesday, November 20. 2007 at 02:31 (Reply)
es is heint oanfach aso, daß de Ortdialekte zruckgengan und se mehrer vermischn weil ma schnej vom oan Tol zum ondern kimmt und wei de Leit aa aus de unterschiedliche Täler unteranond heiratn... A bisserl vermischen find i net tragisch, oba an Einheitsdialekt wei ma sinscht Verständnisprobleme hätt is fir mi a Schmarrn und waar echt schod. De Verständnisprobleme werdn fir mi aa oft gonz scheen ibertriebm. Normalerweis hon i z.B. koane Probleme oan aus'm Boarischn Woid, aus Wean, Traunstoa, Minichn, Pinzgau oder aus Sidtirol... zu versteh. Es san a boor Werter de a bisserl onders san und de ma am Onfang net kennt, oba ma konn ja aa nachfrogn. I daats auf jedn Foi schod findn wenn nur no Einheitssproch und Einheitsdialekt gsprochen werat. Grod de regionalen Bsunderheitn hom eanan Reiz und mochan a Sproch interessant. Wia scho gsogt bin i net gegn
Mischdialekte sondern gegn Einheitssproch und Einheitsdialekt.
Pfiat Gott, Roland